Internationales
Steuern auf internationaler Ebene zu vergleichen, ist aufgrund der unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen und verschiedenen Steuersätzen schwierig. Untersuchungen kommen dennoch zum Ergebnis, dass Österreich bei der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen sehr niedrig liegt, bei der Belastung der ArbeitnehmerInnen sehr hoch.
Die SPÖ fordert auf EU-Ebene die Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen und Mindeststeuersätze zur besseren Vergleichbarkeit. Wichtig ist, dass die Steuerspirale nach unten, die Unternehmen immer mehr “Schlupflöcher” öffnet, gestoppt wird. Umfragen zeigen, dass nicht nur eine niedrige Besteuerung die Standortwahl entscheidet, sondern vor allem die Qualifizierung der ArbeitnehmerInnen und die Qualität der Infrastruktur. Daher sind Investitionen in diesen Bereichen unumgänglich.
Daneben gibt es Vorschläge für internationale Steuern, die grenzübergreifend wirken. Prominentestes Beispiel ist die Tobin-Steuer. Sie sieht einen Steuerbetrag zwischen 0,05 und 1% auf sämtliche internationale Devisentranskationen vor, um kurzfristige Spekulationen einzudämmen. Für eine ähnlich ausgestaltete Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene hat sich die österreichische Bundesregierung bereits ausgesprochen.