Abstimmung zu Finanztransaktionssteuer im Europäischen Parlament ist Erfolg für die Sozialdemokratie!
Das heutige Votum des Europaparlaments für eine Finanztransaktionssteuer ist ein wichtiger Schub für mehr Gerechtigkeit im Finanzbereich und für eine Stabilisierung der Finanzmärkte. Mit einer solchen Steuer werden auch die Finanzmärkte ihren Beitrag zur Bewältigung der Krisenkosten beitragen. Der positive Ausgang der Abstimmung ist ein Erfolg für die europäische Sozialdemokratie.
Österreich ist vor nicht allzu langer Zeit mit seiner Forderung nach einer solchen Steuer in Europa noch ziemlich alleine gewesen – aber das Blatt hat sich gewendet. Ein zentrales Momentum in diese Richtung war auch Bundeskanzler Faymanns Arbeitsbesuch bei Kanzlerin Merkel in Berlin, wo sich die beiden RegierungschefInnen auf die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer geeinigt haben.
Die EU-Kommission sollte dieses klare Votum nun zum Anlass nehmen, rasch einen Vorschlag zur Umsetzung einer Finanztransaktionssteuer auf den Tisch zu legen. Dabei muss man jenen, die nur eine globale Umsetzung dieser Steuer wollen und damit eine Einführung unrealistisch machen, jene Studien entgegenhalten, die klar zeigen, dass eine Einführung auch nur in der EU machbar sei. Auch das WIFO
hat in einer Studie klar gezeigt, dass dies nicht zur nennenswerten Abwanderung von Transaktionen führen werden, aber Einnahmen von bis zu 200 Mrd. Euro in der EU bringen können.